Apr 06, 2009
Kunst ist laut Definition das Ergebnis eines kreativen Prozesses, dem zu folge ist ja theoretisch alles was wir je schaffen in irgendeiner Art und Weise Kunst. Aber irgendwie scheint wie auch der küntlerische usdruk das Wort “Kunst“ an sich heute immer mehr an Bedeutung zu verlieren, was wohl vielleicht an der gesellschaftlichen Neuorientierung von schön zu funktionell und schlicht liegt. Beziiehen wir uns mal der vereinfachung wegen nur auf die bildende Kunst. Grade im Rokoko und in der Romantik wies Kunst vielmehr detalierte Feinheiten und Ausschmückungen auf, was man im Naturalismus wie im Realismus weites gehend reduziert. Kunst war dann zwar immer noch detailreich, aber nicht mehr so „kunstvoll“ oder eher prunkvoll, romantisch, verspielt und imposant. In der Moderne wie auch in der Epoche der Postmoderne wurden Farben scheinbar wieder neuentdeckt jedoch wurde detaillierte Darstellung immer mehr in den Hintergrund geschoben. Während die Moderne in der Zeit von 1842 bis 1945 futuristisch, abstrakt und symbolistisch war verlor sich auch hier die Ausschweifung und ging letztendlich in den Minimalismus der Postmoderne ab 1950 über. Minimalismus strebt nach Objektivität, schematischer Klarheit, Logik und Entpersönlichung. Typisch für Skulpturen und Objekte des Minimalismus ist das Reduzieren auf einfache und übersichtliche, meist geometrische Grundstrukturen. Daraus entwickelte sich Konzeptkunst sowie der Fotorealismus und auch die Pop-Art. Die Motive sind der Alltagskultur, der Welt des Konsums, den Massenmedien und der Werbung entnommen. Irgendwie macht es so betrachtet leicht den Eindruck das Kunst zwar noch immer kreativ ist aber an Gefühl und Persönlichkeit verloren. Traurig eigentlich wenn Bilder nicht mehr bewegen, sondern nur noch imponieren.